„Wir sind Einzelfall“ – Störungen im O2 Mobilfunknetz

Um einen Einzelfall sollte es sich angeblich handeln, als sich Matthias Bauer über Störungen in seinem O2 Netz beschwerte. Da ihm jedoch etliche andere Fälle bekannt waren in denen Mobilfunknutzer Schwierigkeiten mit ihrem O2 Mobilfunkanschluss hatten, wollte er sich mit dieser Auskunft nicht abspeisen lassen. Er stellte daher die Seite „Wir sind Einzelfall“ auf die Beine. Aus diesem Einzelfall sind mittlerweile über 7.700 Beschwerden geworden. Betroffene Verbraucher haben sich innerhalb kurzer Zeit auf seiner Seite registriert.

Doch mit dem sammeln von Fällen alleine ist es nicht getan. Matthias Bauer hat Kontakt mit O2 aufgenommen und die Beschwerden weitergeleitet. Die meisten Schwierigkeiten betreffen die Internetverbindung mit dem Handy oder besser Smartphone. Denn diese Smartphones sind das Problem. O2 hat die Nutzung von komfortablen Internethandys völlig unterschätzt und räumt diesen Fehler nun zumindest ein. Ziel sein nun das Netz zügig auszubauen.

Wer ebenfalls Probleme bei seinem Mobilfunkanschluss feststellt, sollte dies bei seinem Provider reklamieren. Gut ist, wenn es eine genaue Auflistung gibt wann was nicht funktionierte. Das ganze beweisbar, z.B. per Einschreiben an den Anbieter schicken. Der Anbieter sollte zur Behebung der Probleme aufgefordert werden. Damit das ganze Nachdruck hat am besten eine Frist setzen. Am besten ein konkretes Datum. Ein Frist von drei Wochen sollte hier ausreichend sein. Ist danach keine Verbesserung zu spüren, kommt unter Umständen eine außerordentliche Kündigung in Betracht. Zusätzlich kann ein Eintrag bei „Wir sind Einzelfall“ sinnvoll sein. O2 möchte sich die Beschwerden die dort eingehen nämlich etwas genauer ansehen.

Aber Vorsicht! Nicht jeden kleine Störung berechtigt zur Kündigung. Die Ausfälle müssen schon erheblich sein, so dass ein Festhalten am Vertrag nicht zumutbar ist. Daher ist eine Dokumentation der Fehler sehr wichtig. Wer bei seinem Anbieter auf Granit beißt, kann sich zusätzliche Hilfe bei den Verbraucherzentralen oder einem Rechtsanwalt holen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.