Auskunfstdienst 11899 bittet zur Kasse – von 0 auf 1,99 €

11899 Auskunft nicht mehr kostenlos

Schluss mit kostenlos. Die für ihre kostenlosen Auskünfte bekannte Rufnummer 11899, fordert ab sofort 1,99 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Im Mobilfunk können die Minutenpreise sogar noch deutlich höher liegen. Bei Stammnutzern kann es daher zu bösen Überraschungen beim Blick auf die nächste Rechnung kommen.

Bisher sollte sich die kostenlose Auskunft über Werbeansagen finanzieren, so die Mitteilung auf der Internetseite der Betreiberfirma von 11899. Da die Werbekunden jedoch ausblieben, folgt nun eine andere Art der Finanzierung. Der stolze Preis von 1,99 € ist in der Branche durchaus üblich. Es gibt aber deutlich günstigere Mitbewerber mit Preisen weit unter einem Euro. Die größte Gefahr ist, dass es bis zu 2 € keine Preisansagepflicht für die Anbieter von Auskunftsrufnummern, so genannte 118 er Nummern, gibt. Es ist daher empfehlenswert sich im Vorfeld gründlich über die Preise zu erkundigen oder direkt einen Anbieter mit (freiwilliger) Ansage zu wählen.

Kann man sich gegen die Forderung der 11899 wehren

Wer davon ausging, dass die 11899 weiterhin kostenlos ihre Dienste anbietet und nun eine Forderung auf der Rechnung findet, dürfte schlechte Karten haben. Soweit die Gespräche stattgefunden haben, ist auch die Rechnungsstellung zulässig. Voraussetzung ist, dass ein Preis vereinbart wurde. Dies wäre durch aktive Verhandlungen, vermutlich durch eine Tarifansage und anschließende Nutzung oder durch die wirksame Einbindung von Geschäftsbedingungen denkbar.

Am 13. Juni 2012 wurden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der 11818 Auskunft GmbH, die Betreiberin der 11899, im Amtsblatt der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Diese geltend daher gemäß § 305 a Nr. 2 b BGB als wirksam in den Vertrag eingebunden. Da die AGB den Preis von 1,99 € enthalten, sind diese Vertragsbestandteil geworden. Selbst wenn dies nicht so wäre, ist die Höhe üblich und befindet sich auch nicht im Bereich der Sittenwidrigkeit.

Tipp:
Achten Sie darauf welchen Auskunftsdienst Sie nutzen. Halten Sie sich in jedem Fall kurz und verzichten Sie wenn möglich auf eine Weitervermittlung. Denn die Weitervermittlung zur gewünschten Rufnummer wird in der Regel ebenfalls mit hohen Kosten für die gesamte Gesprächsdauer berechnet.

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