Fallsammlung 35/2014 – Affen, Schimmel und Falschparker

In unserer Fallsammlung geht es um einige Fälle mit tierischer Beteiligung, einen verschimmelten Keller und Falschparker.

Die Fallsammlung der 35. Kalenderwoche im Jahr 2014

Affen bitte nicht füttern

Ob sich die Kläger nach dem Urteil wie vom wilden Affen gebissen gefühlt haben, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass ein Affenbiss kein Grund zur Reisepreisminderung ist. Zu diesem Schluss kamen zumindest die Amtsgerichte in Köln und München. Wer in Afrika unterwegs ist, muss mit diesem Risiko rechnen und kann dafür nicht den Reiseveranstalter verantwortlich machen.

Schimmel im Keller nicht immer ein Mangel

Wer ein altes Haus mietet, muss sich -zumindest teilweise- auf den Standard des Gebäudebaujahrs einstellen. Im nachfolgenden Fall ging es um einen feuchten Keller mit Schimmelbildung. Da das Gebäude aber im Jahr 1900 errichtet wurde, stellte das Gericht relativ geringe Ansprüche an die Beschaffenheit der Kellerräume und wies eine Minderung des Mietzinses wegen Mängeln ab.

Bitte recht freundlich

Und nochmal steht ein Affe im Mittelpunkt. Diesmal ging es um die Urheberrechte an einem Selfie. Für alle die es nicht wissen. Ein Selfie ist ein Bild das man von sich selber macht. In diesem Fall hat ein Affe auf den Auslöser gedrückt. Doch wem gehören die Bilder? Dem tierischen Selfie-Fotografen oder dem Eigentümer der Kamera.

Teures Parken

Die richtige Parkplatzwahl kann viel Geld und Zeit sparen. Dies musste ein Verbraucher erleben dessen Fahrzeug unberechtigt auf einem Kundenparkplatz eines Fitnessstudios geparkt war. Die Auslösung des Fahrzeugs sollte erst nach Zahlung einer gesalzenen Abschleppkostenrechnung erfolgen. Die erschien dem Falschparker jedoch zu hoch. Der Bundesgerichtshof konnte diese Gründe zwar nachvollziehen, auf den Verfahrenskosten bleibt der Fahrer aber trotzdem sitzen.

Hase im Pfeffer

Für Wildfans eine feine Sache. Dumm nur, wenn statt Pfefferkörnern eine Schrotkugel Bestandteil der kulinarischen Köstlichkeit ist. Beißt sich ein Gast sprichwörtlich die Zähne aus, kann es für den Gastronom teuer werden. Das Amtsgericht Waldkirch kam zum Schluss, dass Schadenersatz und Schmerzensgeld fällig werden, wenn die Kugel mit serviert wird.

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