Michael Burat – Verbrechen lohnt sich doch

Michael Burat im PlusMinus Beitrag

Screenshot: www.daserste.de

Wer schon einmal Kontakt mit dem Thema Abofallen hatte, wird um den Namen Michael Burat nicht herum kommen.

Der Bundesgerichtshof musste im März 2014 die Frage beantworten, ob es sich bei dem von Burat betriebenen Geschäftsmodell um Betrug handelt oder lediglich eine pfiffiges Geschäftsidee. Der BGH teilte die Auffassung die betroffene Verbraucher bereits seit Jahren empfanden: Versuchter Betrug!

Wer ist Michael Burat

Nachdem in den ersten Jahren die Andreas und Manuel Schmidtlein führend im Abofallengeschäft waren, mauserte sich Michael Burat immer mehr zum König der Internetabzocke. Immer spitzfindiger wurde die Gestaltung der Internetseiten auf die Verrbaucher massenweise rein fielen. Dabei versuchten die, vom ehemaligen Jurastudenten Burat betreuten, Firmen den bis dahin vorhandenen juristischen Graubereiche so gut es ging auszunutzen. Im Jahr 2008 nahm dann jedoch die Staatsanschaltschaft München Ermittlungen auf nachdem die Stapel mit Anzeigen deutschlandweit immer größer wurden. Der Abschluss des Verfahrens dauerte trotzdem rund sechs Jahre.

Zwei Jahre auf Bewährung

Doch statt hinter schwedische Gardinen zog es Michael Burat an andere Orte auf der Welt. Die Strafe wurde nämlich zur Bewährung ausgesetzt und Burat zeigt auf seiner Facebookseite laufend neue Urlaubsorte in denen er sich gerade aufhält. Da der Mann mit dem unschuldigen Dackelblick zwar ein Schlitzohr aber sicherlich nicht dumm ist, wird er diese Bewährungszeit unbeschadet überstehen und sicherlich keine fragwürdigen Geschäfte machen für die er in die Verantwortung genommen werden kann.

Wo ist das Geld

Bleibt die Frage was mit vermutlich Millionenbeträgen geschieht die Burat mit seiner Firma eingenommen hat. Kurz um: Nix.
Das Geld bleibt da wo es ist. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat es damals versäumt die eine Vermögensabschöpfung vorzunehmen. Geschuldet war dies auch der Tatsache, dass die Aktivitäten in einem rechtlichen Graubereich lagen und bis zuletzt unklar war wie dreist ein Geschäftsmodell sein darf.

Die ARD-Sendung PlusMinus hat der Werdegang von Michael Burat in einem Beitrag zusammengefasst und sich mit Verfahren bis zum Bundesgerichtshof beschäftigt.

Besonders interessant ist der Versuch aus 2011 das Angebot als höchst seriös darzustellen. Michael Burat versucht mit einer Mischung aus Naivität und Empörung am Beispiel einer Routenplanerseite die tolle Transparenz seiner Abofallen darzustellen. Die tausendfach betroffenen Verbraucher müssen sich wie in einem falschen Film gefühlt haben.

Comeback der Abofallen?

Glücklicherweise ist die große Zeit der Abofallen dank der neu geschaffenen Buttonlösung vorbei. Trotzdem versuchen es aktuell wieder einige Gauner verunsicherte Verbraucher über den Tisch zu ziehen. Bleibt zu hoffen, dass diese Standhaft bleiben und jegliche Zahlungen von unberechtigten Forderungen verweigern. Von einem großen Comeback der Abofallen zu sprechen ist sicherlich übertrieben. Verbraucher müssen aber nach wie vor wachsam sein.

Aktuell werden Verbraucher nicht nur mit neuen Forderungen behelligt, auch die Anbieter aus der Abofallen Zeit versuchen teilweise immer noch Beträge einzufordern. Das Urteil gegen Michael Burat und die Einstufung solcher Aboseiten als Betrug, sollte den Rücken der Verbraucher allerdings gehörig stärken. Wer immer noch unsicher ist kann sich z.B. bei den Verbraucherzentralen beraten lassen.

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